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Extravaganza Wetzikon, 19. bis 22. Juli 2007

Wir planen im Juli 2007 eine grosse Reitsportveranstaltung in Wetzikon. Haben Sie Interesse, im Rahmenprogramm dieser Veranstaltung mit Ihren Drachen mit zu wirken? Etwa so lautete im November 2006 die Anfrage des Organisators. Ich konnte mir das zu diesem Zeitpunkt noch nicht so richtig vorstellen und so verabredeten wir uns für eine kurze Besprechung.

Auf Grund des China-Berichtes in der Regionalzeitung waren die Veranstalter des Reitsportanlasses auf mich aufmerksam geworden. Die Idee war, in den Pausen zwischen den einzelnen Prüfungen jeweils einen Drachen zu fliegen. Zudem sollen in einer Ausstellung verschiedene (Meister) - Drachen gezeigt  werden. Jetzt verstand auch ich die Absichten, überlegte kurz und sagte zu.

Als der Termin langsam näher rückte, meldete ich mich wieder bei den Verantwortlichen. In einer erneuten Besprechung wurden die Details geklärt und ich machte mich an die Vorbereitungen. Für das Programmheft verfasste ich einen kurzen Bericht über mich und schickte ihn mit ein paar Bilder zum Grafiker. In der Ausstellung, so dachte ich, machen sich bestimmt Informations-Ständer gut. Als den Kopf etwas schief halten, ein paar Ideen prüfen und eigene Ständer bauen. Da Drachen im Flug besser wirken als einfach so am Boden, ein paar Bilder aussuchen und zu kleinen Postern vergrössern. Nun noch etwas Text zu den Bildern entwerfen und die Ausstellung muss nur noch eingerichtet werden.

 

 

 

 

 

 

Das Einrichten der Ausstellung bewerkstelligte ich am Vorabend. Die verschiedenen Drachen zusammenbauen und mit Hilfe meines Vaters (er hat eine lange Leiter) aufhängen. Die Ständer noch zusammenfügen und die Infos anbringen - schon war alles fertig.

Am nächsten Morgen  realisierte ich so richtig, auf was ich mich da eingelassen habe. Mit einem straffen Zeitplan fanden zwischen 7 Uhr am Morgen bis gegen 20 Uhr am Abend die verschiedenen Prüfungen statt. Zwischen den einzelnen Prüfungen wurde der Platz umgebaut und die Reiterinnen und Reiter können den neuen Parcours besichtigen. So hatte ich gar keine Zeit, einen Drachen zu fliegen, da immer etwas lief. Dazu kommt, dass Pferde (und Reiter) etwas unruhig werden, wenn am sich Himmel etwas unbekanntes bewegt oder raschelt.

So begab ich mich in den Pausen jeweils auf einen Weg etwas abseits des Springplatzes und flog hier Drachen. Oft waren es verschiedene Horvath's, da zwischen den Bäumen und Zelten kein Wind wehte, manchmal reichte es auch für einen Genki, eine Fledermaus oder einen Peters-Bird. Die Versuche mit dem Tetraeder oder dem Cassagne-Rad scheiterten jeweils. In meinen Pausen (während geritten wurde) betreute ich den Stand und beantwortete die Fragen der Besucher. Da nach allgemeiner Meinung immer noch Drachen nur im Herbst bei beinahe Sturm geflogen werden können, ergaben sich viele Gespräche. Nach ein paar geflogenen Runden im Zelt stieg einerseits das Verständnis, andererseits auch das Staunen ;-)

Die 4 Tage vergingen sehr schnell - langweilig wurde es mir auf alle Fälle nicht. Ich kann jedem nur empfehlen, etwas über den Rand der Drachenfeste hinaus zu schauen und so sich eine Möglichkeit ergibt, Drachen in einem anderen Umfeld zu fliegen.

 


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