Impressionen

Ein paar ausgewählte Impressionen aus Toblach
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Toblach 2012

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kites meets balloons

Was liegt näher, wenn das Jahr schon mit dem Januar startet, im selben Monat auch die Festival-Saison zu starten. Dazu war ich noch nie im Winter in den Dolomiten und die Bilder auf der WEB-Seite des Veranstalters versprachen faszinierende Eindrücke. So buchte ich schon vor Weihnachten mir ein Hotelzimmer und trat am Freitag-Nachmittag die rund 400km lange Reise nach Toblach an. Pünktlich zum Nachtessen erreichte ich das Ziel und wurde sogleich als einziger Schweizer der Österreichischen Fraktion zugeteilt.

Nach einer kühlen Nacht und dem Frühstück startete der Tag mit schönstem Wetter. Von der Sonne war noch nichts zu sehen, der Himmel war aber strahlend blau. Dazu wehte ein steifer Wind durch das Tal, so dass die Ballone nicht starten konnten. Entsprechend hatten wir Drachenflieger das Gelände den ganzen Tag für uns. Als dann nach 10 Uhr die Sonne über die Gipfel schaute, begannen die Temperaturen sich ein wenig in die angenehme Richtung zu verschieben. An der Sonne wurde es schon beinahe warm, aber eben nur beinahe. Dennoch war's super vor dieser Kulisse Drachen zu fliegen. Als sich dann gegen 15 Uhr die Sonne wieder hinter den Bergen verabschiedete, packten wir unsere Sachen zusammen (zumindest die, die sich noch bewegen liessen und nicht fest gefroren wahren) und schlenderten noch etwas durch Dorf. Zum Tagesabschluss trafen sich alle Ballonteams und Drachenflieger zum gemeinsamen Nachtessen im Grand Hotel von Toblach.

Der Sonntag war dann, was den Wind betrifft, das exakte Gegenteil vom Samstag - absolute Windstille. Dies freute die Ballonfahrer, denn sie konnten nun ihre Gefährte auspacken und beinahe in alle Richtungen davon schweben. So waren von klassischen Ballonen in unterschiedlichen Grössen auch ganz abgefahrene Figuren zu sehen. Zwischen den grossen fühlten sich die Modell-Ballone pudelwohl und erfreuten die Kinder mit fallschirmspringenden Teddybären. Drachentechnisch waren Nullwind-Modelle bestens geeignet, doch mit dem Gefühl in den Händen war es ein bisschen schwierig. Ohne Handschuhe waren sie schweinekalt und mit wusste man nicht, ob man überhaupt eine Leine in den Fingern hatte.

Durch den frühen Sonnenuntergang konnte ich die Heimreise etwas zeitiger als sonst antreten und traf glücklich über ein tolles Wochenende mit lieben Freunden zu Hause ein. Vielen Dank an Alexander Strobl für die Organisation und den Österreichischen Freunden für's Asyl.

Einige Erkenntnisse aus diesem Wochenende:
  • Bodenanker in gefrorenen Boden einschlagen ist anstrengend - wieder heraus zu bringen aber noch viel mehr
  • stablose Drachen brauchen nach dem Fliegen unter dem Gefrierpunkt in der Tüte einiges mehr an Platz
  • Vorsicht beim Öffnen von Getränke-Flaschen - der Inhalt gefriert unter Umständen direkt
  • weisse Leinen sind toll und im Schnee nicht sichtbar