19. internationales Drachenfest
Berlin - Brandenburg, 22. bis 23. September 2007
Schon zum zweiten Mal durfte ich zum
Drachenfest nach Potsdam. Die Erlebnisse aus dem vergangenen
Jahr mit der Bahn-Reise sind mir heute jedoch noch so lebhaft in
Erinnerung, dass ich mich entschied, dieses mal mit dem Auto zu
fahren. So hatte ich noch Platz, der kurzerhand mit Dominique
und Thomas aufgefüllt wurden ;-)
Am Donnerstagmorgen um 4 Uhr traf
Thomas pünktlich bei uns zu Hause ein. 15 Minuten später machten
wir uns dann zu Dritt auf den Weg nach Potsdam. Sehr spannen war
die Reise nicht - wir brachten sie erfolgreich hinter uns. Den
Nachmittag benutzten wir, um uns in Berlin umzusehen. Mike, ein
Kollege von Dominique, ist Taxi-Fahrer in der Deutschen
Metropole und zeigte uns einige Teile 'seiner' Stadt. Wir
verabredeten uns am Potsdamerplatz und marschierten vorbei am
Brandenburger Tor weiter zum Fernsehturm und irgendwie wieder
zurück. Gestärkt mit einem herzhaftes Nachtessen und vielen
Eindrücken fuhren wir gegen 22 Uhr wieder zurück nach Potsdam in
unser Hotel.

Den Freitag Morgen verbrachten wir
in Potsdam - ein bisschen der Fussgängerzone entlang schlendern,
Häuser anschauen und Sens besichtigen. Eine eindrücklich
grosszügige Anlage mitten in der Stadt. Wir spazierten durch
lange Alleen, vorbei an grossen Brunnen, durch Gärten und über
Plätze. Auch das Schloss selber strahlte bei herrlichem Wetter
goldgelb und die restaurierten Statuen leuchteten hell.
Nach dem Mittag hatten wir genug
gesehen und machten uns auf den Weg in den Volkspark. Wir waren
ja eigentlich zu Drachen fliegen hierher gekommen ;-) Die ersten
uns bekannten Drachenflieger waren schon anwesend, worauf ein
kurzweiliger Nachmittag begann. Mit einem Drachen in der einen
und etwas zu Trinken in der anderen Hand lässt es sich doch
wunderbar diskutieren und träumen. Zum gemeinsamen Nachtessen
verabredeten wir uns in der Else, einem Restaurant ganz in der
Nähe. Was am Nachmittag begann fand hier seine Fortsetzung.

So, nun ging es richtig los :-) Den
Samstag Morgen bauten wir unsere Drachen auf. Bekanntlich geht
das jeweils nicht so schnell. Da unser Cassagne-Rad in Lünen an
der Deutschen Meisterschaft war, hatten wir die 3 anderen der
Fraubrunner-Freunde ausgeliehen. Dazu noch den Tetraeder und ein
wenig Kleingram. Wir hatten jedenfalls genügen zu tun.
So um 12 Uhr lud Martin Schob zur
grossen Info. Jeder erhielt ein Programm mit den Eckdaten und dazu
die Info, dass der Spass im Vordergrund stehe. Getreu dieser
Vorgabe flogen wir unsere Drachen, halfen anderen mit ihrer
Drachen und genossen die herrliche Umgebung.
Neben anderen waren anwesend:
-
das Tem 4 Fun mit ihren
Revolution's
-
Heinrich
Hohmann aus Calw mit bekannten und neuen Edo's
-
Detlef 'Moustache' Köhlerund
seine
Kampfdrachen
-
Andreas Höft,
der als 'Andy der Kiter' den Spuren von Ray Bethell folgt
und 3 Lenkdrachen gleichzeitig fliegt
-
Rüdiger Behrends
vom Kieler Team 'Kite Events' mit seiner Maus aus der 'Sendung
mit der Maus'
-
Stephan Schneider aus Kiel
mit seinem Ballon-Minos
-
Rudolf Schwenger aus Hannover
(und weitere Drachenflieger) mit einer Reihe von Originalen und Nachbauten von Georg Peters
Mit dem Eindunkeln
am Samstag begannen die Vorbereitungen zum
Nachtfliegen. Unter der Regie von Claudia und Martin
wurden hunderte Knicklichter zu verschiedenen Installationen
zusammengeführt und entlang der Absperrung aufgestellt. Rüdiger
Behrens füllte seine Maus und heizte mit der Flamme
tüchtig ein. Mit ihren neuen Nachflug-Revolution versuchte das
Team 4 Fun eine Kür zu fliegen, doch mangels Wind war die Wiese
einiges vor der Musik zu ende. Auch die anderen Nachtflugdrachen
mit reflektierenden Elementen oder Pyrotechnik konnten nur kurz
aufgezogen werden. Dem Publikum hatte es aber gefallen und zog
nach dem Abschlussfeuerwerk vergnügt nach Hause. Für uns Drachenflieger ging es im Zirkuszelt mit Indoorfliegen und
geselligem Beisammensein noch lange weiter.

Der Sonntag begann mit einer grossen Wäsche. Wir hatten unser
Nacht-Cassagnerad am Vorabend etwas zu nahe beim Feuerwerk
liegen lassen. Entsprechend war es mit schwarzen
Feuerwerksresten übersäht. Dominique erledigte dies in gewohnt
unbekümmerter Art :-)

Auf der
weitläufigen Anlage waren ausserordentlich viele Familien
anzutreffen. Es wurde aber auch einiges geboten:
Das ganze Rahmenprogramm vermittelte aber zu
keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass es primär um den
Kommerz geht. So erhielten wir den Eindruck, wir
befinden uns auf einem grossen Volksfest und das Drachenfliegen ist
einfach eine der verschiedenen möglichen Aktivitäten.

Drachenfesttechnisch verlief der Sonntag wie der
Samstagnachmittag - ein bisschen fliegen, ein bisschen helfen
und ein bisschen nichts tun. Besonders toll empfanden wir, wie
jederzeit eine helfende Hand zur Verfügung war. Die Zeit verging
im wahrsten Sinne wie in Flug. Gegen Abend galt es, wieder alles
auseinander zu nehmen und zu verstauen. Müde und glücklich
trafen wir uns noch in der Innenstadt zum gemeinsamen
Nachtessen.
Am
nächsten Morgen setzten wir uns in's Auto und tuckerten wieder
nach Hause - ein tolles Wochenende war zu Ende. Vielen Dank an
Michael Stelzer und sein Team sowie alle beteiligten
Drachenflieger.

Bilder unserer Besichtigungen in Berlin und Potsdam
Bilder zum Drachenfest
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